2. Preis

Götte Landschaftsarchitekten GmbH, Frankfurt a. Main

Verfasser:

Ralf Habermann, Dipl.-Ing.

Mitarbeit:

Jochen Silbermann, Dipl.-Ing. (FH)
Landschaftsarchitekt
Aylin Kress, B.Eng.
Landschaftsarchitektur

Lageplan

Perspektive

Schnittansicht

Beurteilung des Preisgerichts

Die Arbeit überzeugt durch eine flexible und multifunktionale Nutzungsmöglichkeit des angebotenen Freiraumes. Es wird ein großzügiger „Grünraum“ gewonnen – nicht jedoch eine reine Grünfläche.
Die Gestaltungsidee, einen „äußeren Ring“ mit Großbäumen und Pflanzflächen sowie Screens aus bepflanzten Lärmschutzelementen zu schaffen, eröffnet einen „inneren“ Freiraum mit den randlich angeordneten Spiel,- Freizeit- und Aufenthaltsbereichen, der auch mit kleineren Baumarten überstellt ist. Dabei wird durch die Baumstellungen eine überzeugende selbstverständliche Verbindung zu den beiden Kirchen; insbesondere zum Bereich vor der Kirche St. Magareta als angemessener Vorplatz geschaffen; eine Bildung von Bauabschnitten ist hier gut möglich.

Der Platzbereich wirkt jedoch – trotz durchschnittlicher Kennwerte – zunächst als (zu) große versiegelte Fläche; hier sollte die tatsächlich erforderliche Dimensionierung überprüft werden.
Der zur Hauptstraße vorgesehene Lärm- und Sichtschutz liefert leider keine weitergehenden Angaben zur Einbindung des Containers zur Grundwasseraufbereitung oder zum gewünschten Standort einer Toilettenanlage und bleibt somit als singuläres Bauwerk zu wenig raum- und schutzwirksam.

Die Stellplätze sind in ausreichender Zahl nachgewiesen; jedoch zu wenig von der Bühne und der Platzfläche getrennt. Vermisst werden Aussagen zu den Fahrradabstellplätzen.

Das Pflanzkonzept ist mit der differenzierten Pflanzenverwendung von klimaangepassten Großbäumen und raumgliedernden kleinkronigeren Bäumen gut durchgearbeitet. Die Blütenbänder als verbindendes Element ziehen sich durch das gesamte Wettbewerbsgebiet und wirken stimmig gesetzt.

Im Ideenteil vermag der Anbau an das Rathaus ein interessantes Entrée zu schaffen; das gesamte Rathausumfeld wird mit dem Ibelo-Bereich und dem Bauhof auf einfache und wirksame Weise verknüpft. Dabei bleibt der Standort des Denkmals in der Gestaltung zurück. Der Kreisverkehr ist konsequent in das Pflanzkonzept eingebunden; dies gelingt jedoch nicht in gleicher überzeugender Weise beim Grundstück gegenüber.

Insgesamt ist die Arbeit ein gut gelungener Beitrag, der eine große Flexibilität in der weiteren Bearbeitung und einen wirtschaftlichen Unterhalt erwarten lässt.

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